STOP 0x0000C1F5

Heute kam ein Laptop rein, der sich nach 2 Tagen "durchlaufen" nicht mehr starten ließ. Es kam immer ein Bluescreen mit der Meldung STOP 0x0000C1F5. Lösungsweg inside.

Microsoft empfiehlt bei dem Problem eine Neuinstallation.

Glücklicherweise gibt es eine Umgehungsmöglichkeit mittels Linux-Rescue CD oder einem zweiten Linux-System.

Bevor du beginnst solltest du noch überlegen, ob du eine aktuelle Sicherung hast - wenn nein, wäre es angebracht jetzt eine Datenrettung durchzuführen. Außerdem kann es nicht schaden, vorher noch die Hardware (Festplatte und RAM) zu prüfen.

Schritt 1:

Vergiß bitte nicht, daß Linux Case-Sensitv ist. Beachte also die Groß- und Kleinschreibung sowie Sonderzeichen und Leerstellen genau. Einige Dateinamen beinhalten Dollar-Zeichen $ - diese müssen in Linux aber mit einem Backslash (\) "escaped" werden. Die Datei "$foo" muß also mit "\$foo" angesprochen werden.

  1. Boote die SystemRescueCD und beantworte alle Fragen zur Lokalisierung bis du zur Shell gelangst
  2. Mounte die Festplatte /mnt/windows mit dem Befehl "ntfs-3g /dev/sda1 /mnt/windows -o force". You may have to "ls /dev/hd*" or "ls /dev/sd*" or "fdisk -l" to figure out the correct device to mount. If you are using a RAID device for your root file system, run "dmraid -ay" to attempt to mount all available RAID file systems, then "ls /dev/mapper" and look for your device.
  3. Kontrolliere ob du die Richtige Partition gemountet hast indem du "ls /mnt/windows" ausführst. Dadurch solltest du den Inhalt vin "C:" sehen. Wenn nicht - wiederhole Schritt 2 mit allen Festplatten und Partitionen bis du die richtige gefunden hast.
  4. gehe zum versteckten Ordner: "cd /mnt/windows/\$Extend". Achtung - der Dateiname beinhaltet wirklich ein $-Zeichen.
  5. gehe zum nächsten versteckten Ordner: "cd \$RmMetadata". Wieder aufpassen - das $-Zeichen ist mit einem Backslash (\) escaped.
  6. gib "ls". dabei sollte dann auch "$TxfLog" aufgelistet werden.
  7. Entferne nun die $TxfLog indem du "rm -rf \$TxfLog" eingibst. Achtung - wieder ein Backslash.
  8. Benutzer nun nochmal "ls" um zu kontrollieren ob die Datei gelöscht wurde.
  9. Gib "cd /" ein
  10. Gib "umount /mnt/windows" um das NTFS-Dateisystem auszuhängen.
  11. Gib "init 6" um den Rechner neu zu starten und entferne die CD.

Jetzt sollte das System keinen Bluescreen mehr leifern. Starten wird es möglicherweise trotzdem nicht. Um das zu beheben führe die Punkte in Schritt 2 aus. Dafür benötigst du allerdings eine Vista-DVD.

Schritt 2:
  1. Starte von der DVD und wähle "Reparaturoptionen" aus.
  2. Wenn das System jetzt keine Installationen zum reparieren findet ist das kein Grund zur Sorge. Klicke einfach auf weiter.
  3. In den Reparaturoptionen wähle den Punkt um die Startdateien zu reparieren. Das System wird dann einige Minuten arbeiten und dann neustarten wollen.
  4. Entferne die DVD zum gegebenen Zeitpunkt und lasse den Rechner neustarten.
  5. Wenn sich Vista nun beschwert, daß es nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wurde, wähle einfach "Windows normal starten"
  6. Eventuell musst du die Punkte 1 bis 5 des zweiten Schrittes öfters (bis zu 5 mal) durchführen bis sich das System selbst repariert hat. Wenn das System mehr als eine Stunde "hängen bleibt" würge den rechner ab und versuche es erneut.

Ab jetzt solltest du wieder ein bootfähiges System haben.

Der Workaround stammt im Original von der Seite http://www.delmartian.com/nullpointers/Workaround-for-STOP-0x0000C1F5-0xC1F5-C1F5-BSOD-CLFS.SYS-KB946084.html

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Datum: 24.03.2011

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